Trapez

Am 10.10.2015 fand in Lipburg die Regionalversammlung Südwest des Deutschen Hängegleiterverbandes DHV statt. Die Veranstaltung wurde durch Ulrich Aellig dem Präsidenten des ausrichtenden Vereins Hängegleiterclub Region Blauen HCRB (www.hcrb.de) und Charlie Jöst dem DHV- Vorstandsvorsitzenden (www.dhv.de) eröffnet.

Nach einer Begrüssungsrede durch Roland Nußbaumer, dem Ortsvorsteher Sehringen-Lipburg, wurden informationsreiche Videos über

  • Travel & Training,

  • Skyperformance – Gleitsegel und Hängegleiter fliegen gemeinsam in einer Thermik,

  • Sebastian Huber bei den X-Alps,

  • German Open in Slowenien,

  • Deutsche Meisterschaft HG in Altes Lager sowie

  • die WM 2015 in Kolumbien bei dem die deutsche Mannschaft Weltmeister wurde,

gezeigt.

Anschließend referierte Björn Klaassen, der Geländebeauftragte des DHV, über die neuesten Änderungen bei Lufträumen und Fluggeländen sowie die Beeinträchtigungen durch geplante Windkraftanlagen am Gschasi, Elztal. In einem Video wurden Untersuchungen zu Turbulenzen durch Windkraftanlagen gezeigt.

Das Thema Windkraft eröffnete dann auch eine Podiumsdiskussion zu der verschiedene Vereinsvertreter Beiträge leisteten. Einerseits wurde dabei die massive Beeinträchtigung der Fluggelände und damit verbundenen Auswirkungen auf die betreuenden Vereine andererseits die geringen Möglichkeiten der Einflussnahme betont. Des weiteren wurden auch Themen wie Gastflugregelungen und Vereinsarbeit in den Beiträgen angesprochen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karl Slezak, der Sicherheitsbeauftragte des DHV, erläuterte Unfallstatistiken und -untersuchungen sowie die DHV Safety Class und deren Testverfahren um den Flugsport sicherer zu machen.

Zum Abschluss gab Simon Winkler, Testpilot beim DHV, nützliche Tipps zur richtigen Einstellung vom Gleitschirm Gurtzeug.

 

Auf der Versammlung wurden die Vertreter für die Hauptversammlung, Ulrich Aellig als der neue Regionalbeirat Südwest sowie Furtwangen als den Ort der Regionalversammlung 2016 gewählt.

 

Abschliessend wurde von Charlie Jöst die Durchführung der Veranstaltung in Lipburg gelobt. In diesem Sinne ein Kompliment und ein Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer des HCRB.

Wenn du diese Überschrift liest, kommt dir das nicht merkwürdig vor? Wenn ja, dann liegst du richtig, denn es heißt ja eigentlich "Hike and Fly" einfach wegen der Reihenfolge. Erst die Arbeit dann das Vergnügen, so sagt man. Ich habe das mal umgekehrt gemacht und fand das die viel bessere Variante.

Am 8. September 2014 fuhr ich mit dem Auto zum Pilotentreff am Parkplatz, nahm noch ein paar Leute mit und fuhr auf den Hochblauen. Oben angekommen waren, wie so oft in diesem Jahr aber auch passend für diese Jahreszeit, eher schwache Bedigungen. Irgendwann ist dann der Zeitpunkt gekommen an dem es einfach auch nicht mehr besser werden kann, und ich startete ohne mir große Hoffnung auf einen besonderen Flug zu machen. Umso überraschter war ich, als es mit zügigem Steigen dann doch bis auf 1500 Meter hoch ging. Und was sollte ich nun damit Sinnvolles machen?

Richtung Schwarzwald war nicht sinnvoll, denn dann stünde ich vermutlich in Marzell oder im kleinen Wiesental. Es ist zwar nett dort, aber es gibt nicht so viele Autofahrer die einen da mitnehmen. Ich hätte ja auch einfach nur um den Hochblauen rumfliegen können, danach war mir aber auch nicht, denn die Bedingungen waren nicht zuverlässig. Ich hätte auch oben wieder einlanden können, das erschien mir aber auch nicht sinnvoll. Also flog ich los Richtung Süden, also Richtung Kandern. Kandern schreibt ja auch über sich selbst: "Kandern, wir sind der Süden". Cool!!!

Blöd nur, daß es südlich des Hochblauen keine Thermik mehr gab. Weder die sonnenbeschienen Hänge der Ausläufer des Südschwarzwaldes, noch die Anhöhe vom Schloss Bürgeln, noch die Waldränder oder Strassen als vermutete Abrißkanten boten auch nur ein Anzeichen von Aufwind. Zum Zurückfliegen war es längst zu spät, also peilte ich die Wiese direkt hinter meinem Haus am Ortsrand von Kandern an. Im Bild befindet sich dieser entlang der Baumreihe vor den Häusern.

Nach der Landung das Geraffel wieder eingepackt und rundum zufrieden mit dem schönen Flug. Jetzt stand dummerweise mein Auto auf dem Berg, und es war niemand verfügbar, der mich mal schnell hätte hochfahren können. Von Kandern zum Startplatz sind es etwa 10 Kilometer und rund 800 Höhenmeter. Und ich konnte ja auch den unhandlichen Packsack gegen einen kleinen mit ordentlich Essen und Trinken gefüllten Tagesrucksack tauschen. Gedacht, getan. Ich ging nach Hause und tauschte den Packsack gegen einen kleinen Rucksack, nur mit dem Proviant klappte es nicht so recht. Aber wenigstens eine Flasche Mineralwasser war aufzutreiben.

Frisch aufgetankt ging es dann also los Richtung Hochblauen und gleich die erste Steigung war schon ganz knackig, denn ich wollte auch keine Zeit mehr verlieren, um vor Sonnenuntergang oben zu sein. Zwischen Kandern und der Burgruine Sausenburg überholte ich einige Wanderer, die verwundert anhielten, hörten sie schon aus einiger Entfernung hinter sich meine schwere Atmung. Vielleicht haben sie sich auch nur gefragt mit wem ich da spreche, denn schon nach den ersten Metern schwirrten mir diese kleinen Scheissfliegen um die Nase. Und weder mein Gewedel mit den Armen noch Anpusten oder Fluchen halfen, diese Plagegeister loszuwerden. Und dummerweise waren diese Fliegen auch immer ein bisschen schneller als ich.

An der Sausenburg angekommen, machte ich einen kleinen Abstecher auf den Turm und konnte das Panorama und das spätsommerliche Wetter genießen. Ich muss mir merken, daß es auf der Sausenburg auch eine Grillstelle gibt, falls ich diese Tour mal wieder mache und ich früher dran bin. Allerdings ist es nicht ganz ohne, den Turm hoch zu gehen, denn innerhalb des Turms gibt es eine Wendeltreppe aber keinerlei Beleuchtung. Die Augen können sich an die Dunkelheit nicht so schnell anpassen, was beim Hochsteigen nicht so ein Problem darstellt, aber der Abstieg war dann ein regelrechter Blindflug.

1. Platz: Jürgen Friedrich (418,82 Punkte)

2. Platz: Thomas Wagner (392,95 Punkte)

3. Platz: Jochen Eisfeld (329,64 Punkte)

Jahr

Platzierung Gleitschirm

Platzierung Drachen

2014

51 von 178

61 von 76

2013

20 von 183

50 von 77

2012

50 von 175

46 von 72

2011

24 von 172

38 von 77

2010

32 von 171

-

 

Einzelergebnisse GS:

Runde

Name / Strecke (KM)

Name / Strecke (KM)

Name / Strecke (KM)

Punkte

5

Stefan Erdmann / 17,16

 

 

1

6

Stefan Vomstein / 30,45

Ralf Heim / 29,83

Andreas Schillinger / 25,38

37

7

Daniel Reiß / 35,86

Thomas Wagner / 29,15

Lorenz Dycke / 18,29

11

8

Jürgen Friedrich / 35,19

 

 

10

12

Thomas Wagner / 46,98

Lorenz Dycke / 36,10

Dietrich Wallenfels / 35,50

35

13

Lorenz Dycke / 17,18

 

 

1

14

Lorenz Dycke / 55,85

Thomas Wagner / 54,35

Jürgen Friedrich / 17,07

30

15

Thomas Meißner / 29,84

Lorenz Dycke / 23,84

Jürgen Friedrich / 22,01

1

26

Lorenz Dycke / 18,14

 

 

4

27

Jürgen Friedrich / 36,25

Benjamin Scheilin / 27,25

Lorenz Dycke / 23,40

40

28

Jürgen Friedrich / 21,9

Daniel Reiß / 15.05

 

15

 

 

 

 

185

 

Einzelergebnisse HG

Runde

Name / Strecke (KM)

Name / Strecke (KM)

Name / Strecke (KM)

Punkte

21

Helmut Lutz / 89,10

 

 

16

Die Saison fing eigentlich ganz vielversprechend an. Bereits Ende März wurden Flüge von bis zu 2:30 h unternommen und am 09. April wurden die ersten Hunderter von Jürgen Friedrich und Ralf Heim geflogen. Der Trend setzte sich allerdings nicht fort, denn die folgenden zwei Monate wurde kein vergleichbarer Streckenflug registriert. Bemerkenswert war allerdings der 09. Mai an dem der Himmel vollständig mit Cirren bedeckt war und eigentlich keine Thermik vermuten ließ. Einige Verwegene wagten sich trotzdem erfolgreich in Richtung Schauinsland und flogen an diesem Tag Strecken bis 70 KM.

Am 06. Juni war es dann wieder soweit, denn Heinz Müller und Thomas Wagner flogen bis über das nördliche Ende des Schwarzwaldes hinaus. Jürgen Friedrich und Daniel Reiß konnten die 100 KM leider nicht ganz knacken und auch Patrick Kipfmüller konnte seinen ersten längeren Streckenflug mit Landung im Nirgendwo in der Nähe von Bad Dürrheim verbuchen. Allerdings waren die Bedingungen an diesem Tag nicht ganz einfach, denn über 2000 MSL nahmen die Turbulenzen deutlich zu, wenigstens südlich des Feldbergs.

Über den Sommer wurden Streckenflüge mit nicht mehr als 70KM vom Hochblauen eingereicht und auch zum Ende der Saison stellte sich leider keine Wetterlage ein, die besonders gute Streckenflugbedingungen brachte. Einzig am 06. August gelang Beat Ritzmann ein Flug über 111,1 KM nachdem er mit 1360 Metern vom Hochblauen Richtung Marzell abflog. Es gibt also auch Fälle in denen Mut belohnt wird! Die ersten beiden Augustwochen boten in früheren Jahren häufig nochmals einen oder mehrere Hammertage, nicht so in 2014.